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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Warum soll man keine Wattestäbchen zur Ohrreinigung benutzen?

Aus drei Gründen.

  1. mit Wattestäbchen schiebt man das meiste Ohrschmalz (=Cerumen) nur noch tiefer in den Gehörgang hinein. Wenn es fest nach hinten gestopft ist, ist das Entfernen mühsam und oft nicht ganz schmerzfrei, da der Gehörgang im hinteren Bereich schmerzempfindlicher ist als vorne
  2. man kann sich dabei das Trommelfell durchstoßen  leider gar nicht so selten)
  3. die Haut des Gehörgangs wird durch das Benutzen des Wattestäbchens dauernd gereizt, fängt an zu jucken, dann kratzt man noch mehr. Langfristig entstehen daraus ein Ekzem und dauernde Ohrenentzündungen, schmerzhaft und nur schlecht ausheilend!

Stimmt es, das bösartige Tumore von Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf durch Rauchen und Alkohol entstehen?

Ja, leider und zwar durch die Kombination von beidem. Es gibt wenige Krebserkrankungen, die sehr häufig eine so eindeutige Ursache haben, wie Kopf-Halstumore. Dies ist aber auch eine Chance, durch eigenes Verhalten die Wahrscheinlichkeit einer solchen Erkrankung niedrig zu halten. Also: nicht rauchen, wenig Alkohol. Und wenn einer es gar nicht lassen kann, sollte er wenigstens regelmäßig (1x im Jahr) zur Kehlkopfspiegelung gehen. Man kann ja Mund, Rachen und Kehlkopf gut einsehen, und so Tumore oft schon im Frühstadium erkennen.

Kann man eine Schwerhörigkeit wirklich schon bei Neugeborenen feststellen?

Ja, es gibt spezielle Baby-Hörtests, die inzwischen glücklicherweise in allen Geburtsabteilungen Deutschlands durchgeführt werden müssen. Es ist wichtig, dass das so früh gemacht wird, da etwa 1 – 2 von 1000 Babys mit Taubheit oder Schwerhörigkeit geboren werden. Um eine Verzögerung der geistigen – und Sprachentwicklung zu verhindern, muss in solchen Fällen eine Hörgeräteversorgung in den ersten 6 Lebensmonaten durchgeführt werden! Sollte nach der Geburt Ihres Kindes so ein Hörtest in der Geburtsklinik nicht gemacht worden sein, sollten Sie sich baldmöglichst an einen HNO Arzt wenden, dann wird der Test in der Praxis nachgeholt. Und unabhängig vom – meist positiven – Testergebnis: sollten Sie den Eindruck haben, dass Ihr Baby nicht richtig auf akustische Reize reagiert, gehen Sie bitte bald mit ihm zum Arzt !

Ich finde, dass ich noch alles gut höre, meine Familie behauptet aber dauernd, dass ich schlecht höre!

Da hat leider meist die Verwandtschaft recht. Ein nachlassendes Hörvermögen entwickelt sich meist so langsam, dass es einem selber oft erst spät auffällt. Gutes Hören ist aber ein wichtiger Faktor, um auch im Alter noch geistig fit zu bleiben und seine sozialen Kontakte zu halten. Im Zweifelsfall sollte man einen Hörtest durchführen lassen.

Gibt es schon ein wirklich wirksames Medikament gegen langjährigen Tinnitus?

Kurze, traurige Antwort: nein. Ich würde mich aber sehr freuen, eines Tages die Antwort auf diese Frage aktualisieren zu können … Immerhin gibt es einige Möglichkeiten, das Ohrgeräusch erträglicher zu machen, wie z.B. Akupunktur oder sogenannte Tinnitusmasker. Bei neu aufgetretenem Tinnitus sollte man aber spätestens nach einigen Tagen zum Arzt gehen, dann können Medikamente oft noch helfen.

 

Was kann passieren, wenn man zu häufig Nasenspray benutzt?

Man entwickelt eine Art „Abhängigkeit“. Die Nase wird vom Spray zunächst frei, deshalb benutzt man es immer wieder. Mit der Zeit wird die Nase aber davon trocken und fühlt sich enger an. Die Folge ist ein häufigerer Gebrauch von Spray. Dies geht oft so lang, bis die Nase ohne Spray gar nicht mehr „aufgeht“. Man sollte dann unbedingt zum HNO Arzt gehen, um der Ursache auf den Grund zu gehen und ggfs. eine Behandlung einzuleiten.